Zum Inhalt springen

Archiv

Tag: Auge

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer mögen eines ganz und gar nicht: Nachts oder bei sehr schlechtem Licht Auto fahren! Doch Nachtfahrten müssen keine Qual sein. Hier einige Infos und Tipps zur richtigen Vorsorge.

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten sind die Tage kurz, es dämmert ziemlich früh und das Wetter ist häufig neblig, düster und sehr wechselhaft. Dies lässt viele Verkehrsteilnehmer schaudern. Denn bei solch unsicheren Verhältnissen, kann das Auto-, Motorrad- oder Fahrradfahren schnell zum Problem, ja gar zur Gefahr werden. Denn bei Dunkelheit erkennt man rund 20% weniger, als bei Tageslicht. Dies bedeutet für den  Strassenverkehr, dass man nachts Schilder, Hindernisse oder Gefahren wesentlich später erkennt. Leidet jemand noch zusätzlich an Blendempfindlichkeit, kann die nächtliche Fahrt zur echten Herausforderung werden.

Oft bemerkt man eine Verschlechterung der eigenen Sehfähigkeit nicht, da diese nur schleichend entsteht. Deshalb tragen viele eine zu schwache oder gar keine Brille. Fachleute und Experten raten nicht ohne Grund zu regelmässigen Augenkontrollen (circa alle 2 Jahre), unabhängig davon, ob man bereits eine Brille oder Kontaktlinsen trägt.

Mit einfachen Tricks können Sie sich zudem das Fahren in der Nacht etwas erleichtern. Achten Sie stets auf eine saubere Windschutzscheibe. Denn Staub und Schmutzpartikel können gefährliches Streulicht verursachen und somit zusätzlich blenden. Sollten Sie eine Sehhilfe benötigen, wie Brille oder Kontaktlinsen, müssen Sie diese unbedingt auch im Strassenverkehr tragen. Gerade bei Linsenträgern empfiehlt es sich, stets eine Ersatzbrille im Auto dabei zu haben. Sollten Sie nämlich einmal Probleme mit Kontaktlinsen haben, eine verlieren oder was auch immer… so haben Sie dennoch immer eine Ersatz-Sehhilfe dabei und können trotzdem sicher nach Hause fahren.

Falls Sie ganz besonders Lichtempfindlich sind, sollten Sie sich angewöhnen ganz bewusst an den rechten Strassenrand zu blicken. So verringern Sie zumindest ein bisschen das Blenden entgegenkommender Fahrzeuge und können Ihre Augen etwas entlasten.

Wenn ein Schiedsrichter behauptet bei einem Fussballspiel alle 22 Spieler gleichzeitig beobachten zu können, dann übertreibt er sehr wahrscheinlich und Beurteilungsfehler bezüglich Foule – kein Foule, Abseits – kein Abseits und so weiter sind dadurch auch keine Seltenheit. Forscher haben heraus gefunden, dass das menschliche Auge weit weniger bewegende Objekte gleichzeitig verfolgen kann als bisher angenommen wurde. Zwei Psychologen von England zweifeln daran, dass jemand mehr als acht bewegende Objekte gleichzeitig im Auge behalten kann. Dies gilt nicht nur für Fussballspiele, auch auf der Autobahn wo man meist mehr als acht Fahrzeuge um sich hat oder auf dem Spielplatz mit 20 Kindern…überall da ist das Auge stark gefordert und häufig auch überfordert. Besonders bei Überwachunssystemen der Polizei oder am Flughafen ist es sehr wichtig, dass der Bediener der technischen Anlage alles gleichzeitig im Auge behalten kann und den Überblick nicht verliert. Die beiden Forscher der Universität Cambridge unternahmen zu dieser Frage einen Test. Sie zeigten Ihren Testteilnehmern 16 bewegliche Punkte auf einem Bildschirm, welche ständig ihren Abstand zu einander veränderten, sich jedoch nie berührten. Dadurch waren die Punkte immer eigenständig auf dem Monitor zu erkennen. Dennoch gelang es keinem der Probanden mehr als acht Objekte gleichzeitig zu verfolgen auch wenn die Geschwindigkeit sehr langsam war. Die Forscher nehmen daher an, dass es eine obere Grenze gibt, bei der unser Hirn nicht mehr alle Elemente gleichzeitig verfolgen kann. Ausserdem fanden die Forscher heraus, dass je schneller sich die Punkte bewegten, desto weniger Objekte bleiben in ständiger Beobachtung. Bis zu einer Geschwindigkeit von 1cm pro Sekunde konnten die Probanden alle acht Elemente korrekt verfolgen. Aus früheren Untersuchungen nahm man an, dass die “magische Zahl” der maximal beobachtbaren Objekte bei vier liegen würde. Unser Gehirn ist also gemäss diesen neusten Studien doppelt so gut bei der Wahrnehmung von bewegten Objekten. Die Geschwindikeit alleine beeinflusste massgeblich die Ergebnisse. Bei einem Tempo von 15cm pro Sekunde konnten die Teilnehmer nur noch einen einzigen Punkt korrekt verfolgen. Diese Resultate könnten grossen Einfluss nehmen auf verschiedene verantwortungstragende Aufgaben, bei denen Menschen sich auf viele verschiedene bewegende Objekte konzentrieren müssen. Bei Flugüberwachungssystemen oder der Entwicklung neuer Computerspiele, sowie der Frage über die Anzahl notwendiger Schiedsrichter von Fussball-, Handball-, oder Basketballspielen ist es sicherlich von enormer Wichtigkeit jederzeit jede Art von Bewegung im Auge behalten zu können. Kontaktlinsen gibt es leider auch keine dafür. Yankee Candle.